Filmarchiv A-Z

Kino – aber sicher


Ab 17.10. gilt im li.wu. die 3G-Regelung und die Maskenpflicht:

Erwachsene müssen einen Impfnachweis oder einen Negativ-Nachweis vorlegen.

Negative Schnelltests dürfen nicht älter als 24 Stunden sein und müssen professionell an einer Teststation durchgeführt worden sein. Selbsttests sind nicht zugelassen.

Vom Kinoeingang bis zum Platz sowie nach der Vorstellung vom Platz bis zum Verlassen des Kinos ist eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen.

Am Platz kann die Maske abgenommen werden.

Bye, bye Berlusconi

Bye, bye Berlusconi

Regie: Jan Henrik Stahlberg, BRD 2005, 88 min, DF, FSK 12


Frühjahr 2005. Ein junges, engagiertes Drehteam aus Genua plant einen ernsthaften politischen Film über die gewaltsame Entführung Silvio Berlusconis. Er soll endlich in einem fairen und unabhängigen Prozess dem Urteil zugeführt werden, dem er sich im wahren Leben seit Jahren erfolgreich entzieht. Der Film soll Italien wachrütteln und zur realen Abwahl des Ministerpräsidenten im April 2006 führen. Doch dem Team stellen sich ungeahnte Hindernisse in den Weg. Um juristischen Schritten Berlusconis vorzubeugen, entschließen sich die Autoren, die Handlung nach Entenhausen zu verlegen und aus dem Ministerpräsidenten den Bürgermeister Micky Laus werden zu lassen ... Ähnlich böse-satirisch wie schon in „Muxmäuschenstill“ geht es in Jan Henrik Stahlbergs zweitem Spielfilm zu. Wieder spielt ästhetisch die Handkamera eine große Rolle, was dem Ganzen häufig den Charakter des Dokumentarischen verleiht. Geschickt wird mit den verschiedenen Erzählebenen des Film-im-Film gespielt und der Zuschauer nicht ohne Absicht zunehmend verwirrt. Denn „Bye, bye Berlusconi“ thematisiert nicht nur Machtmissbrauch und Korruption in der Politik, sondern zielt genauso auf die Selbstgerechtigkeit der linken Guerilla wie die vermeintliche moralische Überlegenheit der Intelligenzia.


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