Ken Park
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Ken Park

Regie: Larry Clark, Ed Lachmann, USA/Fkr./NL 2002, 95 min, OmU (Englisch), FSK 18


Der Selbstmord des Teenagers ist Ausgangspunkt für die Geschichten von vier befreundeten Jugendlichen und deren Familien. Die Geschehnisse ereignen sich in Visalia, einer Kleinstadt in Kalifornien. Wie überall haben sich die Teenager ein Rückzugsgebiet geschaffen, hier ist es der Skatepark der Stadt, in dem sie Freiheit und Unbeschwertheit jenseits der Erwachsenenwelt erleben. Doch die Elternhäuser erweisen sich bei allen als die Hölle. Hinter der Kulisse kleinbürgerlicher Wohlanständigkeit herrschen Verständnislosigkeit, Enttäuschungen, Aggressionen, Gewalt und Missbrauch. Diese Situation ist nicht unbekannt, doch erschreckt hier die Dimensionen familiärer Zerstörungsmechanismen, einzig die utopisch anmutende Schluss-Idylle schafft ein Gegengewicht. Regisseur Larry Clark provozierte mit „Ken Park“ ebenso wie mit seinem Debütfilm „Kids“ von 1995 heftige Kontroversen, die sich vornehmlich um seine konsequente, schonungslose Darstellungsweise drehen. Die Diskussionen zeigen nicht zuletzt wie stark die Filme trotzt künstlerischer Überhöhung auf gesellschaftliche Tabu-Zonen verweisen.