Gilles
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Gilles

Regie: Jan Verheyen, Belgien 2005, 77 min, FSK 6, empf. ab 9 J


Kennt Ihr das auch? Am Wochenende jubeln stolze und nervöse Fußballväter ihren Fußballsöhnen zu. Dabei schimpfen sie auf die Schiedsrichter und sehen jede Entscheidung gegen das eigene Kind als Fehlentscheidung. Einer von diesen Fußballvätern ist Bert. In seiner Jugend wollte er selbst ein Star sein, doch eine Erkrankung hinderte ihn daran. Sein 12jähriger Sohn Gilles, ein leidenschaftlicher und talentierter Fußballer, träumt ebenfalls davon, einmal ein „Roter Teufel“ zu sein. Um diesen Traum wahr werden zu lassen, trainiert der Vater den Sohn. Dabei ist er unerbittlich und selten zufrieden zu stellen. Aber dann stirbt Bert unerwartet. Für Gilles beginnt eine schwere Zeit. Doch in seinem Denken lebt der Vater noch bei ihm und unterstützt sein Training. Das ist anfangs für den Jungen sehr wichtig. Gilles muss lernen, Abschied zu nehmen und auf sich selbst zu vertrauen. Die Freundschaft mit der Apothekertochter Emma tut seinem Selbstvertrauen gut, kann Emma ihm doch die benötigte Salbe besorgen, die er für seinen zunehmend schmerzenden Fuß benötigt. Bald steht das entscheidende Fußballspiel mit den „Teufel-Scouts“ an, und dafür muss er topfit sein. Ein sehr bewegender Film, trotz des schwierigen Themas leicht und mit Humor erzählt und von überzeugenden Darstellern gespielt.


Gilles erhielt beim Internationalen Chemnitzer Kinderfilmfest 2006 gleich drei Preise: den Hauptpreis der Stadt Chemnitz, den europäischen Kinderfilmpreis sowie den Preis für den besten Hauptdarsteller.