Hunger auf Leben
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Hunger auf Leben

Regie: Markus Imboden, BRD 2004, 95 min, keine FSK


Frei nach den Tagebüchern Brigitte Reimanns erzählt der Film Stationen des Lebens der unangepassten Schriftstellerin: Jugendzeit und erste Schreibversuche in Burg, Fehlgeburt und Veröffentlichung der ersten Erzählung, Förderung und Bewunderung, Umzug nach Hoyerswerda getreu den Prämissen des „Bitterfelder Weges“ und schließlich die letzten Jahre in Neubrandenburg und ihr Kampf gegen die fortschreitende Krebserkrankung. Affären, Arbeit, Alkohol und ein Mangel an Hoffnung nach Sozialismus kennzeichneten die Dynamik ihres Lebens. Drei Ehen ließ sie hinter sich - immer auf der Suche nach Neuanfängen. Ihr Roman „Franziska Linkerhand“ bleibt unvollendet. In episodenhafter Form nähert sich „Hunger auf Leben“ dieser leidenschaftlichen Frau und findet in seiner fast sachlich-nüchternen Erzählweise, ganz auf die Hauptdarstellerin Martina Gedeck vertrauend, den angemessenen Ton, um Brigitte Reimanns Selbstzweifel und ihre ambivalente Einstellung gegenüber dem Staat sehr intensiv zum Ausdruck zu bringen.
Filmnacht Brigitte Reimann
Eine Veranstaltung der Bundesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR, Außenstelle Rostock mit freundlicher Unterstützung des Mitteldeutschen Rundfunks.
Bei Besuch des gesamten Abends (Vortrag & 2 Filme) Eintritt: € 8,00