Hannah Arendt
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Hannah Arendt

Regie: Margarethe von Trotta, BRD 2013, 113 min, FSK 6


Im April 1961 reist Hannah Arendt, von den Nazis 1937 ausgebürgert und mittlerweile amerikanische Staatsbürgerin, nach Jerusalem. Im Auftrag des „New Yorker“ soll die jüdische Philosophin den Prozess gegen Adolf Eichmann beobachten. Im Gegensatz zu ihren Erwartungen findet sie jedoch kein Monster in dem Glaskasten, der Eichmann vor Angriffen schützen soll, sondern einen mittelmäßigen Bürokraten. Kurze Zeit später erscheint ihr Buch „Eichmann in Jerusalem. Ein Bericht von der Banalität des Bösen“, der sie zum Mittelpunkt einer der wichtigsten philosophischen Kontroversen der Nachkriegsgeschichte werden lässt. Margarete von Trottas Film zeigt vornehmlich diese 5 Jahre im Leben von Hannah Arendt, ihr Insistieren auf dem Recht und der Pflicht zu autonomem Denken, allen Anfeindungen und Beschimpfungen zum Trotz.