Elephant
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Elephant

Regie: Gus Van Sant, USA 2003, 81 min, OmU (Englisch), FSK 12


Es ist ein gewöhnlicher Sommertag an einer amerikanischen High School. Der Unterricht läuft, in den Pausen hängt man ein bisschen rum, tratscht oder verabredet sich. Mensa, Sportanlagen, Fotolabor und Bibliothek stehen den Schülern offen. Einer Hand voll Teenagern folgt die Kamera durch den Tag, bis auf einmal zwei schwerbewaffnete Jungen in das Gebäude spazieren… Regisseur Gus van Sant hat mit seinem neuen Werk keinen üblichen High-School-Film gedreht. Lange Kamerafahrten durch das ausgedehnte Schulgebäude skizzieren den Alltag der Protagonisten und etablieren einen eigenständigen Rhythmus des Films, berücksichtigen weder die zeitliche Kontinuität der Handlung, noch vermitteln sie dem Zuschauer die topographische Situation des Gebäudes. Eine eigenartig untergründige Spannung entsteht so, die im finalen Amoklauf eher ausläuft, als dass sie sich entlädt. So überrascht es kaum, dass sich der Film letztlich einem Erklärungsversuch für die Gewalttat verweigert. „...mit ‚Elephant’ hat van Sant ein Meisterwerk geschaffen über die Unsicherheit unserer Welt, unserer Zeit.“ (epd film)
Goldene Palme in Cannes 2003.