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Regie: Tanja Grinberg, BRD 2010, 51 min, keine FSK


Mit dem Wort Jude assoziieren Deutsche meist nur Hitler und Holocaust. Die Zahl der in Deutschland lebenden Juden geht bei Nachfragen immer in die Millionen. Was ein Kontingentflüchtling ist, weiß niemand. So beginnt Tanja Grinbergs hochinformativer Dokumentarfilm über Ilia, Swetlana und Lena, die als Kinder und Jugendliche aus der ehemaligen Sowjetunion als sogenannte Kontingentflüchtlinge nach Deutschland kamen. Alle drei haben sich heute eingelebt und fanden in der zweiten Heimat mehr zu ihrer jüdischen Identität und Kultur als in ihrer Kindheit in der Sowjetunion. Die Generation ihrer Eltern dagegen fremdelt mit Deutschland bis heute. Nicht umsonst hat die junge Filmemacherin ihr Werk ihren Eltern gewidmet, „die ihre Welt aufgaben, um mir eine bessere zu schenken.“
Anschließendes Filmgespräch mit Juri Rosov, Vorsitzender der Jüdischen Gemeinde Rostock. Moderation: Renate Heusch-Lahl. Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Heinrich-Böll-Stiftung MV.