John Rabe
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John Rabe

Regie: Florian Gallenberger, BRD 2007, 130 min, FSK 12


John Rabe (Ulrich Tukur) ist im Winter des Jahres 1937 dabei, seine Koffer zu packen. Nach mehr als 30 Jahren als Leiter der Siemens-Niederlassung in der damaligen chinesischen Hauptstadt Nanjing wird er nach München zurückbeordert und soll die Leitung des Werkes seinem Nachfolger übergeben. Die Zeiten sind unruhig, seit dem 7. Juli des Jahres tobt der Zweite Japanisch-Chinesische Krieg, die kaiserlichen japanischen Truppen haben bereits Shanghai eingenommen und stehen vor den Toren Nanjings. Als ausgerechnet während des Abschiedsdinners für John Rabe die japanische Luftwaffe angreift, ist er der Einzige, der kühlen Kopf bewahrt. Er öffnet die Tore des Werkes für die chinesischen Zivilisten. Am nächsten Morgen beraten der deutsch-jüdische Diplomat Dr. Rosen (Daniel Brühl), die Leiterin der Mädchenschule Valérie Dupres (Anne Consigny), der Chefarzt Dr. Wilson (Steve Buscemi) und andere Ausländer, wie man das Leid der Bevölkerung lindern könne. Rosen berichtet von den Erfahrungen einer Schutzzone in Shanghai und plädiert dafür, eine solche auch in Nanjing einzurichten. Vorsitzender der Einrichtung soll John Rabe werden, der als Deutscher gewissermaßen ein Verbündeter der Invasoren ist. Rabe lehnt zunächst mit Hinweis auf seine Abberufung ab, entschließt sich aber im letzten Moment dazu, die Aufgabe doch zu übernehmen... Sieben Nominierungen für den Deutschen Filmpreis 2009.