Tosca

Tosca

Regie: Benoît Jacquot, Fkr./It./BRD/GB 2001, 119 min, OmU (Italienisch)


„Tosca“ gehört zu den beliebtesten Opern Giacomo Puccinis. Die Handlung spielt 1800 in Rom, wo der Maler Cavaradossi, beschäftigt mit Arbeiten in einer Kirche, einen entflohenen politischen Gefangenen versteckt. Polizeichef Scarpia ist der Sache auf der Spur und lässt Cavaradossi schließlich wegen Hochverrat zum Tode verurteilen. Floria Tosca, die Geliebte des Malers, will das Schicksal wenden und verspricht Scarpia eine Liebesstunde. Freilich endet das Ganze höchst tragisch. Ob die Handlung von „Tosca“ als reines Schauspiel zu ertragen wäre, sei dahingestellt, als Opernstoff eignet sie sich hervorragend. So hat es Puccini in erster Linie darauf angelegt, mit der Verbindung von einfacher Handlung, Gesang und Orchestereinsatz sowie der Effektmaschinerie des Theaters sein Publikum zu überwältigen (was auch heute noch hervorragend funktioniert). Um diesen Punkt ging es Regisseur Benoît Jacquot in seiner Verfilmung. Die eigentliche Inszenierung, die mit großer optischer und akustischer Opulenz umgesetzt wurde, ist kombiniert mit Beobachtungen der Sänger und des Orchesters in Alltag und Aufnahmestudio sowie mit eigenartig verwaschen wirkenden Bildern von Rom. So entsteht ein Filmerlebnis, das die große Kunst und Künstlichkeit der Oper erfahrbar macht. In den Hauptrollen Angela Gheorghiu, Roberto Alagna und Ruggero Raimondi. Es spielt das Covent Garden Orchester.