Ich will da sein – Jenny Gröllmann
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Ich will da sein – Jenny Gröllmann

Regie: Petra Weisenburger, BRD 2008, 86 min, FSK 12


Für viele Kollegen war Jenny Gröllmann die ungekrönte Prinzessin der DDR-Theater- und Filmszene. Die 1947 geborene Schauspielerin studierte im Alter von 16 Jahren auf Anraten Helene Weigels bereits Schauspiel. Es folgte eine rasante Karriere am Maxim-Gorki-Theater, dem sie 26 Jahre lang treu blieb, außerdem kamen Film- und Fernsehrollen dazu. Doch es war keineswegs nur die enorme darstellerische Potenz, die sie zu einem der Stars des DDR-Films machte, sondern vor allem ihre beeindruckende Persönlichkeit, ihre Aura, die die filmische Hommage von Petra Weisenburger immer wieder geschickt in Erinnerung ruft. Henry Hübchen, Jaecki Schwarz, Uwe Kokisch, Michael Gwisdek und viele andere Kollegen und Freunde legen Zeugnis ab von einer Schauspielerin, die, wenn sie nicht gerade in der DDR gelebt hätte, eine Weltkarriere hätte machen können. Der episodenhafte Film lebt vor allem von der Nähe der Regisseurin zu der Porträtierten; die Intimität der Gespräche, bei der die Kamera die Darstellerin im Gespräch mit Kollegen und Freunden einfängt, ist in jedem Augenblick deutlich zu spüren.