Invisible
©

Invisible

Regie: Andreas Voigt, BRD 2004, 89 min, DF (voice over), FSK o. A.


Sie versuchen, möglichst unsichtbar zu bleiben: Die illegalen Einwanderer aus Nigeria, Tschetschenien, Ecuador oder Algerien leben ständig mit der Angst, wieder in ihre Heimat abgeschoben zu werden. „Ich habe nur ein Ziel und das ist Europa“, sagt der Schwarzafrikaner Oumar, der in Ceuta, einer spanischen Exklave in Marokko, in einem Durchgangslager für Flüchtlinge festgehalten wird. Seit zehn Jahren illegal in Deutschland lebt der desertierte Offizier Zakari, der in Algerien seine Familie zurückließ, weil er nicht im Bürgerkrieg kämpfen wollte. Schon fünfmal ausgewiesen wurde die Transsexuelle Edita aus Ecuador, die sich in Paris sicher fühlt. Eine neue Existenz versucht sich Malika mit ihrer Familie in Polen aufzubauen. Geflohen aus Tschetschenien betreibt sie in Warschau jetzt ein kleines Schnellrestaurant. Weniger Glück hat der 23jährige Nigerianer Prince, der aus dem niederländischen Abschiebegefängnis in Tilburg in seine Heimat zurück befördert wird. Mehr als ein Jahr lang begleitete Andreas Voigt fünf Flüchtlinge, die für ihren Traum von einem besseren Leben in Europa alles aufgegeben haben. „Invisible“ zeigt die Schicksale dieser Menschen, gibt ihren sehr unterschiedlichen Lebensgeschichten und Fluchtmotiven Raum und macht so deutlich, dass hinter der Bezeichnung „illegaler Einwanderer“ oder „Wirtschaftsflüchtling“ ganz konkrete Menschen stecken.
Am 06.02. um 20:00 Uhr anschließende Diskussion:
Andreas Voigt, Regisseur des Films, im Gespräch mit Hardy Gutsche und Imam Jonas Dögus.
Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Heinrich-Böll-Stiftung M-V und dem Ökohaus e.V.