Der Räuber
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Der Räuber

Regie: Benjamin Heisenberg, Österreich/BRD 2009, 98 min, FSK 12


Johann Rettenberger sitzt nach einem Bankraub schon seit Jahren im Gefängnis. Aber letztlich scheint ihn das gar nicht zu berühren. Jede Minute, die er hat, nutzt er zum Laufen, entweder im Hof im Kreis oder auf dem Laufband in seiner Zelle. Es ist fast so, als würde er jenseits seines Trainings gar nicht existieren. Als er schließlich auf Bewährung freikommt, trainiert er in Parks und auf Waldwegen und nimmt an Marathonläufen teil. Für eine Arbeit oder gar eine Resozialisierung hat er keine Zeit. Bei der ersten Gelegenheit, die sich ihm bietet, überfällt er erneut eine Bank, um dann gleich wieder weiterzutrainieren. Eine Zeitlang führt er ein perfektes Doppelleben, von dem auch Erika, die Frau, mit der er zusammenlebt, nichts ahnt. Johann raubt eine Bank nach der anderen aus, mit Gewehr und einer Gummimaske, manchmal geschieht es wie in einem Rausch, als ob er gar nicht mehr aufhören könne. Als Erika zunächst durch Zeitungsberichte und einige unscharfe Fotos eine Ahnung bekommt, die schließlich zur Gewissheit wird, als sie das geraubte Geld unter Johanns Bett findet, da verändern sich die Dinge.