Exil
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Exil

Regie: Tony Gatlif, Fkr. 2004, 103 min, OmU (Französisch, Spanisch), keine FSK


Eines Tages macht Zano (Romain Duris) seiner Freundin Naïma (Lubna Azabal) den etwas seltsamen Vorschlag, von Paris über Spanien nach Algerien zu reisen, um endlich das Land kennen zu lernen, aus dem ihre Eltern vor Jahrzehnten fliehen mussten. Mit Musik als einzigem Gepäck machen sich die beiden jungen Leute auf den Weg. Von einer Begegnung zur anderen, vom Techno-Rhythmus bis zum Flamenco, reisen sie Stück für Stück den Weg zurück, den so viele aus der Elterngeneration ins Exil in den Norden angetreten hatten. Ganz benommen von der Freiheit, lassen sie sich eine Weile von der Sinnlichkeit Andalusiens berauschen, ehe sie das Mittelmeer überqueren. Eine Reise der Versöhnung mit anderen und schließlich mit sich selbst. „Exil“ ist die filmische Auseinandersetzung des Regisseurs Tony Gatlif mit seiner eigenen Herkunft. Ohne festes Drehbuch entstanden, lebt „Exil“ vor allem von der Musik, den Landschaften und Menschen, denen seine beiden Hauptfiguren auf ihrer Reise begegnen.
Preis für die beste Regie Cannes 2004.