Der stille Amerikaner
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Der stille Amerikaner

Regie: Phillip Noyce, Australien/USA 2002, 100 min, OmU, FSK 12


Das herbstliche Saigon 1952. Während in den nördlichen Landesteilen Vietnams die kommunistische Kampffront die französische Kolonialmacht immer stärker unter Druck setzt, versucht die amerikanische Regierung den Süden Vietnams durch Hilfslieferungen und wirtschaftliche Unterstützungsprogramme zu stabilisieren. Im Zuge dieser Strategie ist Alden Pyle in Saigon eingetroffen. Der junge, von missionarischem Eifer angetriebene idealistische Amerikaner, der hier ein medizinisches Hilfsprojekt mit aufbauen soll, findet in dem erfahrenen, illusionslosen Times-Reporter Thomas Fowler unerwartet einen Freund, der ihn in die Kultur und die Sitten des Landes einführt. Wie schon Fowler vor vielen, vielen Jahren, zeigt sich auch Pyle verzaubert von der Exotik und der verführerischen Aura Vietnams. Alle Sehnsüchte und Wünsche scheinen sich hier für ihn zu erfüllen - ganz besonders, als Pyles Blick erstmals auf Phuong fällt, die schöne junge Geliebte Fowlers. Aus diesem romantischen Dreieck entfaltet sich eine komplexe Beziehung, die von Freundschaft, Loyalität und Leidenschaft modelliert wird. Eine Beziehung, die durch Geheimnisse, Lügen, Enthüllungen, Verrat und schließlich auch Mord eine unvorhersehbare, tragische Dynamik bekommt. Ein Film nach dem Roman von Graham Green der kritisch die Einflussnahme der USA in Indochina beleuchtet, die schließlich zu den dramatischen politischen Entwicklungen in dieser Region führen sollte.