Ex Machina
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Ex Machina

Regie: Alex Garland, USA/Großbritannien 2014, 108 min, DF und OmU (Englisch), FSK 12


Der 24-jährigen Computerprogrammierer Caleb (Domhnall Gleeson) zieht anlässlich eines firmeninternen Wettbewerbs das große Los: ein exklusiver Aufenthalt bei CEO Nathan (Oscar Isaac), einer sportlichen Mischung aus Bill Gates und Steve Jobs mit dem Charisma eines selbstgefälligen und launischen Alpha-Gorillas. Schnell wird dem schüchternen Nerd Caleb klar, dass er nicht zum Abhängen in Nathans weitab in den Bergen liegende High-Tech-Betonvilla eingeflogen worden ist, sondern zum Arbeiten.
Nathan erklärt seinem erstaunten Angestellten, dass er humanoide künstliche Intelligenz nicht nur geplant, sondern längst erschaffen hat: in Gestalt des biomechanischen Wesens Ava – Cyborg, Roboter und Android in einer Person. Der Informatiker Caleb soll quasi als neutrale Person anhand des berühmten Turing-Tests herausfinden, ob Avas Intelligenz der des Menschen ebenbürtig ist.
Erfolgsautor Alex Garland gelingt mit dieser Verfilmung des eigenen Drehbuchs ein überzeugender Regie-Einstand und der Beweis, dass smarte Sci-Fi-Filme auch ohne pompöse Action-Feuerwerke und Effekt-Spektakel spannend ausfallen können. Das schillernde Computer-Genie, der unsichere Programmierer und die bildschöne Roboterfrau ergeben ein raffiniertes Beziehungs- und Macht-Dreieck. Alle geben sich leutselig und freundlich, doch hinter der netten Fassade dieses ungleichen Trios werden zunehmend andere Facetten deutlich.