Filmarchiv A-Z

Kino – aber sicher


Ab 17.10. gilt im li.wu. die 3G-Regelung und die Maskenpflicht:

Erwachsene müssen einen Impfnachweis oder einen Negativ-Nachweis vorlegen.

Negative Schnelltests dürfen nicht älter als 24 Stunden sein und müssen professionell an einer Teststation durchgeführt worden sein. Selbsttests sind nicht zugelassen.

Vom Kinoeingang bis zum Platz sowie nach der Vorstellung vom Platz bis zum Verlassen des Kinos ist eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen.

Am Platz kann die Maske abgenommen werden.

Angèle und Tony

Angèle und Tony

Regie: Alix Delaporte, Fkr. 2010, 87 min, DF, keine FSK


Das erste Mal treffen sich die haltlos wirkende Angèle und der biedere Fischer Tony wegen einer Kontaktanzeige. Tony kommt zu spät, denn er verspricht sich nichts von dem Treffen. Zu jung, zu hübsch und zu lebenslustig ist die 27-Jährige, als dass sie sich wirklich für den korpulenten, wortkargen Pragmatiker interessieren könnte. In der Tat geht es Angèle um die bürgerliche Existenz in geordneten Verhältnissen. Eine Heirat würde ihre Chancen verbessern, ihren Sohn zurückzubekommen, der ihr wegen ihres kriminellen und unsteten Lebenswandels weggenommen wurde. Tony weist sie ab, aber Angèle nistet sich bei ihm ein, indem sie eine Stelle in dem kleinen Fischereibetrieb annimmt. Der Film spielt in einer rauen, karg-schönen Meereslandschaft unter dem hohen Himmel der Normandie. Mit wenigen Strichen gelingen der Regisseurin komplexe Charakterzeichnungen. Mitten in der realistischen Schilderung geschehen dann – irgendwo unter der herben Oberfläche – die kleinen Wunder, von denen einige gerade wegen ihrer Schlichtheit lange im Gedächtnis bleiben: ein flüchtiges Lächeln, eine gemeinsame Fahrradfahrt, ein stummes Einverständnis auf dem Schiff.


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