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Dieses Jahr in Czernowitz
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Dieses Jahr in Czernowitz

Regie: Volker Koepp, BRD 2004, 133 min, FSK o. A.


Im Westen der Ukraine liegt die Stadt Czernivzi, früher hieß sie Czernowitz und gehörte als Hauptstadt des Kronlandes Bukowina zu Österreich-Ungarn. In Czernowitz lebten Menschen verschiedener Nationalitäten, Sprachen und Kulturen miteinander. Beinahe die Hälfte der einst 150.000 Einwohner waren Juden. Nur wenige von ihnen überlebten die von Deutschen und Rumänen 1941 verordnete Deportation in die Lager Transnistriens. Vor sechs Jahren drehte Volker Koepp hier den Film „Herr Zwilling und Frau Zuckermann“. Rosa Roth-Zuckermann und Mathias Zwilling gehörten zu den letzten noch im alten Czernowitz geborenen Juden, die den Krieg und die Lager überlebt hatten und in ihrer Stadt geblieben waren. Die im vergangenen Jahrhundert aus der Bukowina geflüchteten Juden haben Exil in vielen Teilen der Welt gefunden. Einige von ihnen hat der Dokumentarist Volker Koepp aufgesucht und ist mit ihnen nach Czernowitz gefahren. Der Cellist Eduard Weissmann macht sich von Berlin aus auf den Weg, aus Wien kommen die Schwestern Evelyne Mayer und Katja Rainer, aus New York der Schauspieler Harvey Keitel und der Schriftsteller Norman Manea. Die Fahrt zu den mythischen Orten ihrer Herkunft führt sie nicht nur in die Vergangenheit, sondern auch in die Gegenwart, zu Menschen, die heute in Czernowitz leben, zur ukrainischen Studentin Tanja und dem beinahe 90jährigen Deutschen Johann Schlamp.
Am 13.08. um 20:00 Uhr in Anwesenheit von Regisseur Volker Koepp.