Filmarchiv A-Z

Kino – aber sicher


Ab 17.10. gilt im li.wu. die 3G-Regelung und die Maskenpflicht:

Erwachsene müssen einen Impfnachweis oder einen Negativ-Nachweis vorlegen.

Negative Schnelltests dürfen nicht älter als 24 Stunden sein und müssen professionell an einer Teststation durchgeführt worden sein. Selbsttests sind nicht zugelassen.

Vom Kinoeingang bis zum Platz sowie nach der Vorstellung vom Platz bis zum Verlassen des Kinos ist eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen.

Am Platz kann die Maske abgenommen werden.

Ixcanul – Träume am Fuße des Vulkans Trailer
© Kairos

Ixcanul – Träume am Fuße des Vulkans

Regie: Jayro Bustamante, Guatemala/Frankreich 2015, 93 min, OmU (Maya, Spanisch), FSK 12


Die 17-jährige Maria lebt auf einer Kaffeeplantage am Fuße des Vulkans Ixcanul im Hochland Guatemalas. Ihre Familie führt ein ländliches Leben, geprägt von der Arbeit auf der Plantage, Viehhaltung und Religion. Maria wird von ihrer Mutter auf die bevorstehende Hochzeit mit dem Vorarbeiter Ignacio vorbereitet. Die Eltern sind sich einig - eine wirtschaftlich sinnvolle Partie. Doch Maria hat kein Interesse an Ignacio. Sie fragt sich, ob ein anderes Leben möglich ist und wie wohl die Welt auf der anderen Seite des Vulkans aussieht. Der Kaffeepflücker Pepe will nach Amerika und er könnte sie mitnehmen, doch dafür setzt er sie unter Druck. Marias Sehnsucht, ihr Leben selbst zu bestimmen, trifft auf die bittere Realität.

Ixcanul ist ein bewegender Spielfilm über das bittere Schicksal Marias und wirkt doch wie ein Dokumentarfilm. Er führt die ZuschauerInnen ganz nah an den Alltag einer Maya-Familie heran und gibt ihnen viel Zeit, deren Welt auf sie wirken zu lassen.

Der Film entstand als Regisseur Jayro Bustamante in die Region zurückkehrte, in der er aufwuchs. Er veranstaltete im ländlichen Guatemala Workshops und ließ sich die Lebensgeschichten von Frauen der Kaqchikel Maya erzählen. Er interessierte sich insbesondere für Beziehungen zwischen Müttern und ihren Töchtern. Dabei traf er die echte Maria, deren Geschichte der Anstoß für IXCANUL wurde. Ferner traf er dort die beiden Schauspielerinnen, die Mutter und Tochter verkörpern. Sie leben selbst am Fuße des Vulkans und stehen zum ersten Mal vor der Kamera. Der Film wurde also selbst aus indigener Lebensrealität entwickelt, anstatt nur von ihr zu berichten.


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