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Y Tu Mamá También
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Y Tu Mamá También

Regie: Alfonso Cuarón, Mexiko 2001, 105 min, OmU (Spanisch)


Tenoch und Julio verleben gemeinsam den Sommer, bevor sie zum Studium in die Universität eintreten werden. Die Tage erschöpfen sich in Üblichkeiten, bis die beiden Luisa kennen lernen. In machohafter Prahlerei versprechen sie der schönen, etwa 30jährigen Spanierin, die gerade mit ihrem Mann nach Mexiko gezogen ist, einen Ausflug an einen sensationellen, abgelegenen Strand. Überraschenderweise nimmt Luisa an, und schnell wird klar, dass sie nicht das Objekt der Begierde für die beiden Halbstarken sein wird, sondern bestimmt, in welche Richtung sich die Beziehung der drei entwickelt. Dabei bebildert der Film keine sexuellen Fantasien, er beschreibt wie Tenoch und Julio über den Rand ihrer bisherigen Vorstellung von Männlichkeit hinausblicken und sich vor den gemachten Erfahrungen zurückziehen und wie Julia ihr Leben mit einer schmerzlichen Wahrheit neu einrichtet. „Y Tu Mamá También“ ist aber auch in einer zweiten Hinsicht bemerkenswert. Die Erlebnisse der Protagonisten laufen vor einem Hintergrund, der zunächst dezent von den gesellschaftlichen Realitäten in Mexiko erzählt - von Demonstrationen, Drogenfahndungen, Korruption, Straßensperren und aufständischen Gebieten - bis sich diese Ebene am Ende mit einer Geschichte über Grundstücksspekulation mit der Traumreise verbindet.