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The Limits of Control
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The Limits of Control

Regie: Jim Jarmusch, USA 2009, 117 min, OmU (Englisch), FSK 12


Ein schweigsamer Auftragskiller wird für einen Job nach Spanien geschickt. Er begegnet dort Fremden, die ihm nicht nur geheimnisvolle Betrachtungen über das Leben, die Kunst und Erkenntnis vermitteln, sondern mit ihm auch noch chiffrierte Zahlenbotschaften in Streichholzschachteln austauschen. Offensichtlich handelt es sich um Hinweise für die nächsten Stationen seiner Mission. Die Reise des Fremden führt von Madrid weiter durch Landschaften und alte Städte bis in die verlassensten Gegenden. Die leise ironisch-surreale Komik in vielen Szenen, die lakonische Erzählweise, die statischen Einstellungen - nur beim Showdown am Ende des Films kommt die Kamera wirklich in Fahrt - das alles erinnert an Aki Kaurismäki. Jarmusch spielt zudem mit den klassischen Erzählmustern des Gangsterfilms. Und er reflektiert über die Beliebigkeit der Wahrnehmung und Subjektivität von Erfahrungen, wohingegen in der Meditation und Kunst (der Killer übt sich in Tai Chi) der Fluss der Zeit erst zu Momenten der Innerlichkeit, des Bewusstwerdens und des kollektiven Erinnerns gerinnt.