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Takeshi Kitanos Dolls
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Takeshi Kitanos Dolls

Regie: Takeshi Kitanos, Japan 2002, 113 min, OmU (Japanisch), FSK 12


Ausgang des Films ist die Aufführung eines Bunraku-Stücks, einer traditionellen japanischen Form des Puppentheaters, in dem fast lebensgroße Puppen von je drei Spielern bewegt werden. Nachfolgend entwickeln sich drei voneinander unabhängige Geschichten, die jeweils um eine vergebliche Liebe kreisen und in der Erzählweise deutlich Bezug auf das Bunraku-Theater nehmen. So kann ein junges Paar wegen der karrieredienlichen Heiratspläne der Eltern nicht zueinander kommen und zieht nun, verbunden durch ein rotes Seil in wechselnden Gewändern (Kostüme: Yohji Yamamoto) durch Landschaften und Jahreszeiten. Außerdem trifft ein alter Yakuza-Boss in einem Park auf die Geliebte seiner Jugendzeit und der Fan einer verunglückten Pop-Diva geht bis zum Äußersten, um seinem Idol nahe zu sein. Der neue Film von Takeshi Kitano (,Hana Bi", ,Brother") ist in seiner stillen Art, mit der exzellenten Kameraführung und der symbolträchtigen Farbdramaturgie von hohem ästhetischen Reiz und entfaltet trotz (oder wegen) seiner schlichten, fast banalen Erzählungen eine große emotionale Kraft.