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Sommer in Orange
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Sommer in Orange

Regie: Marcus H. Rosenmüller, BRD 2011, 110 min, FSK 12


Berlin, Anfang der 1980er Jahre: Die 12-jährige Lili wächst zusammen mit ihrem kleinen Bruder Fabian in einer Sannyasin-Kommune auf. Dinge wie Spiritualität, Antiautorität, freie Liebe, orangefarbene Klamotten und der heilige Bhagwan als Idol bestimmen dort den Alltag. Die WG entschließt sich auf einem geerbten Bauernhof im bayrischen Örtchen Talbichl ein Therapiezentrum zu eröffnen. So kommt es natürlich zu einem Kulturschock bei den alteingesessenen Einwohnern, denn wie sollen Urschrei-Therapie und Vollkornschrot mit Schützenverein und festgefahrenen Ansichten zusammenpassen? Doch auch für Lili und Fabian ist die Situation alles andere als einfach. Lili, die sich nach einem normalen Familienleben sehnt, beginnt ein Doppelleben zu führen. Zu Hause trägt sie weiterhin orangefarbene Kleidung und isst vegetarisch, in der Schule aber tauscht sie ihre Klamotten gegen einen Trachtenrock und betet zusammen mit ihren Mitschülern das „Vaterunser“. Das kann natürlich nicht allzu lange gut gehen und so kommt es schließlich bei einem Dorffest zum Eklat