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Silentium
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Silentium

Regie: Wolfgang Murnberger, Ö 2004, 110 min, FSK 16


Jetzt ist schon wieder was passiert. Diesmal in Salzburg. Gottlieb Dornhelm, Sohn des Festspieldirektors, hat angeblich Selbstmord begangen. Allerdings glauben nicht alle daran, denn der junge Mann hatte zuvor unschöne Details aus seiner Zeit im katholischen Knabenkonvikt veröffentlicht, die den damaligen Erzieher und jetzigen Erzbischof gefährlich kompromittieren. Zufällig jobbt Ex-Polizist Brenner gerade in Salzburg, zwar verliert er seine Stelle als Kaufhausdetektiv, wird dafür aber von der Witwe Dornhelms beauftragt, den Tod ihres Mannes aufzuklären. Schon taucht Brenner ein in die eigenartigen Verfilzungen zwischen Kirche, Festspieldirektion und Knabenkonvikt und schwebt bald selbst in Lebensgefahr ... „Silentium“ ist nach „Komm, süßer Tod“ der zweite Roman von Krimi-Autor Wolf Haas, den Regisseur Murnberger in enger Zusammenarbeit mit dem Schriftsteller und dem Hauptdarsteller Josef Hader für die Leinwand adaptiert hat. Herausgekommen ist dabei ein bitterböser Blick auf die österreichische Gesellschaft mit all ihren Intrigen und Eitelkeiten, ein Kriminalfilm, der mit seiner kauzigen Hauptfigur eine äußerst gelungene Mischung zwischen Spannung und schwarzem Humor findet.