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Paradise Now
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Paradise Now

Regie: Hany Abu-Assad, NL/Fkr./BRD 2005, 91 min, DF, FSK 12


Khaled und Saïd leben in Nablus im Westjordanland und halten sich mit ihrem Job in einer Autowerkstatt über Wasser. Die wirtschaftliche Lage ist gespannt, Perspektiven gibt es für die jungen Männer wenige. Doch der Alltag ist für beide auf einen Schlag beendet. Offenbar dem bewaffneten Untergrund verpflichtet, sind sie für die Durchführung eines Selbstmordattentats in Tel Aviv ausgewählt worden. Das verspricht Ruhm, ewiges Heil im Jenseits und finanzielle Unterstützung für die Hinterbliebenen durch die „Organisation“. Aber die unmittelbare Vorbereitung erliegt einer Panne, Khaled und Saïd, bereits präpariert für den Anschlag, werden in Israel getrennt und müssen nun jeder für sich eine Entscheidung treffen. „Paradise Now“ erzählt von diesen wenigen Stunden und bleibt dabei konsequent beim persönlichen Erleben seiner Figuren. Und gerade weil sich der Film nicht um eine objektive Sicht auf die komplizierten Probleme im Nahen Osten bemüht, gelingt es ihm, diese überzeugend darzustellen.
Blauer Engel für den besten europäischen Film sowie Amnesty-International-Filmpreis bei der Berlinale 2005.