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Öffne meine Augen
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Öffne meine Augen

Regie: Icíar Bollaín, Spanien 2003, 106 min, DF, FSK 12


In einer Winternacht hat Pilar endgültig genug: Fluchtartig packt sie ihre Sachen und verlässt mit ihrem kleinen Sohn die Wohnung – und ihren Ehemann Antonio. Seit über zehn Jahren lebt Pilar mit Antonios Gewaltausbrüchen, hat Schläge und Krankenhausbesuche über sich ergehen lassen. Zehn Jahre lang hat sie aus Liebe zu Antonio geschwiegen. Jetzt drängt ihre Schwester sie zu einer Scheidung; sie hilft ihr, einen Job zu finden, selbständig zu werden, aber gleichzeitig ringt Antonio sich zu einer Therapie durch und fleht Pilar an, zu ihm zurückzukehren. Pilar ist hin- und her gerissen zwischen ihren Gefühlen für Antonio und ihrer Angst vor seiner Unberechenbarkeit. Antonio schwört, alles dafür zu geben, eine „normale“ Beziehung zu führen. Mit großer Sensibilität hat sich die spanische Regisseurin Icíar Bollaín einem wichtigen gesellschaftlichen Problem zugewandt, und sie gestaltet es in all seiner Komplexität, bezieht Stellung, ohne einfache Schuldzuweisungen. Es ist ein beeindruckend dichter Film vor allem durch die hervorragenden Leistungen der beiden Hauptdarsteller Laia Marull und Luis Tosar.
Siebenmal Auszeichnung mit dem spanischen Filmpreis „Goya“, darunter für die Beste Regie, den Besten Film, die Beste Hauptdarstellerin und den Besten Hauptdarsteller.
Am 07.12. um 20:00 Uhr wird eine Mitarbeiterin des Rostocker Frauenhauses einführend über die Situation in Rostock informieren und bestehende Hilfsangebote vorstellen.
Eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit Terre des femmes e.V. und Frauen helfen Frauen e.V.