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No Man's Land
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No Man's Land

Regie: Danis Tanovic, Fkr./Belgien/GB/Slowenien 2001, OmU (Serbokroatisch, Englisch, Französisch), FSK 12


Der Bosnier Ciki und der Serbe Nino finden sich an einem herrlichen Tag im Sommer 1993 in einem Schützengraben wieder. Aber von ihren jeweiligen Truppen ist nichts zu sehen, sie befinden sich im Niemandsland zwischen den Fronten. Natürlich bricht zwischen ihnen der Streit los, wer denn nun den Krieg begonnen hätte, aber dann erwacht plötzlich ein weiterer, bereits tot geglaubter Kamerad. Und dieser schwer verwundete Mann liegt auf einer Mine, darf also nicht bewegt werden. Notgedrungen arrangieren sich die Kriegsgegner. Die Hilfe der eintreffenden UNO-Truppe gestaltet sich allerdings sehr kompliziert und das kurz darauf eintreffende Fernsehteam vereinfacht die Situation auch nicht gerade - "No Man's Land" ist eine überzeugende Parabel auf die Absurdität des Krieges. Die realistisch kammerspielartige Inszenierung steigert dabei die Wirkung des grotesken Geschehens zu einer Mischung aus Komik und Fassungslosigkeit. Oscar 2002 für den besten fremdsprachigen Film, Preis für das beste Drehbuch in Cannes 2002