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Nicht von dieser Welt
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Nicht von dieser Welt

Regie: Giuseppe Piccioni, Italien 1999, 100 min, OmU (Italienisch)


Caterina, Novizin eines katholischen Ordens, findet eines Tages im Park einen frischgeborenen Säugling. Zwar gibt sie das Findelkind in einer Klinik ab, doch das Wäschereizeichen in der Strickjacke des Babys liefert ihr einen wagen Hinweis auf die Herkunft des Kleinen. So begegnet sie Ernesto, einem Mann um die 40, dem der kleine Betrieb gehört. Ernesto scheint bereits mit dem Leben abgeschlossen zu haben, ganz kleine Gesten offenbaren seine Einsamkeit und Leere. Doch die wage Möglichkeit, selbst der Vater zu sein, lässt ihn bei der Suche nach der Mutter helfen. Aber auch Caterina lassen die Ereignisse nicht unberührt, auch sie wird ihren Entschluss für das Ordensgelübde ernsthaft hinterfragen. Selten ist in einem Film die Balance zwischen Realität und Poesie, zwischen Schmerz und Heiterkeit so geglückt wie in „Nicht von dieser Welt“. Dabei ist er weit entfernt von jeglicher Herz-Schmerz-Romantik. Mehrfach preisgekrönt und für den „Oscar“ nominiert kommt der Film nach zwei Jahren auch in die deutschen Kinos.