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Montags in der Sonne
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Montags in der Sonne

Regie: Fernando León de Aranoa, Spanien 2002, 113 min, OmU (Spanisch), FSK 6, empf. ab 14 J


Vigo, Hafenstadt im spanischen Norden. Die großen Zeiten der Schiffsindustrie sind vorbei, die Auseinandersetzungen um den Erhalt der Arbeitsplätze verloren. Jeden Tag nimmt der arbeitslose Werftarbeiter Santa zusammen mit ehemaligen Kollegen die Fähre über die Bucht von Vigo. Da sind Lino, der kaum noch an eine neue Chance glaubt und doch die meiste Zeit in den Vorzimmern der Personalbüros verbringt. José, der sich nur schwer damit abfinden kann, dass seine Frau mit ihrer Arbeit für das Familieneinkommen sorgt. Amador, der immer nur in Ricos Bar, der Stammkneipe zu finden ist. Sergej, der früher Kosmonaut in der Sowjetunion war, bevor es ihn nach Vigo verschlagen hat. Und Santa selbst, der Held mit der großen Klappe, rüde und herzlich. Alle zusammen reihen sich ein in die Schlange auf dem Arbeitsamt, treffen sich auf ein Glas in Ricos Bar, reden von damals und von heute, vom Leben, wie es ist, wie es wird, wie es hätte sein können. Und eigentlich passiert nichts, oder doch sehr viel, denn es geht um nichts weniger als die Wahrung der eigenen Würde.
Spanischer Filmpreis Goya 2003 in mehreren Kategorien.