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Lornas Schweigen
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Lornas Schweigen

Regie: Jean-Pierre und Luc Dardenne, Belgien/GB/Fkr./It. 2008, 105 min, DF, FSK 12


Die junge Albanerin Lorna träumt davon, gemeinsam mit ihrem Freund Sokol im belgischen Liège eine kleine Snack Bar zu eröffnen. Doch noch fehlt es am nötigen Kleingeld. Das soll ihr nun ein verzwickter Deal einbringen, den der Kleingangster Fabio ausgeheckt hat: Lorna soll den Junkie Claudy heiraten, um so in den Besitz der belgischen Staatsbürgerschaft zu gelangen. Nach dem inszenierten Drogentod Claudys – so der Plan weiter – ehelicht Lorna dann einen zwielichtigen Russen, so dass dieser wiederum in den Besitz eines belgischen Passes gelangt. Zunächst funktioniert der Plan auch so wie gedacht, da sich alle Beteiligten an ihre zugeschriebenen Rollen in dem perfiden Spiel halten. Doch ausgerechnet Claudy, der ständig jammernde Junkie, schafft es, in Lorna eine Veränderung hervorzurufen. Und so wird es zur entscheidenden Frage des Films, ob Lorna sich dem Unvermeidlichen fügt und Claudy dem sicheren Tod preisgibt oder ob sie ihrem Herzen und der schlichten Mitmenschlichkeit folgt und das diffizile Arrangement gefährdet. Filmfestspiele in Cannes 2008: Bestes Drehbuch