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Last Days
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Last Days

Regie: Gus Van Sant, USA 2005, 97 min, OmU (Englisch), FSK 12


Regisseur Gus Van Sant hat sich nach „Elephant“, der den Amoklauf zweier Jugendlicher an einer amerikanischen Schule aufnahm, mit einem weiteren, medial „ausgeschlachteten“ Thema befasst. „Last Days“ nimmt den Freitod von Kurt Cobain, Leadsänger der Band „Nirwana“, als Grundlage. Es ist ein abgelegenes, etwas heruntergekommenes Anwesen, in dem der Musiker Blake umgeben von einigen Kollegen und Freunden seine Tage verbringt. Doch den jungen Mann scheint niemand mehr wirklich erreichen zu können. Entrückt und rastlos streift er umher. Ein Zustand der sich auch formal im Film wiederfindet: Die ohnehin spärliche Handlung folgt keiner Chronologie, die Perspektiven wechseln, die Erzählung bleibt fragmentarisch. Das hier alles auf ein Ende zulaufen muss, steht nie in Zweifel. „Eine grandiose Meditation über die letzten Tage eines Rockstars. Kunstvoll umkreist Van Sant ... den Schwebezustand seines von Drogen und Wahn umnebelten Helden, ohne ihm sein Rätsel zu nehmen.“ (epd film)