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Karl May
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Karl May

Regie: Hans Jürgen Syberberg, BRD 1974, 187 min (in 2 Teilen), keine FSK


Zweiter Teil der Trilogie: Der greise Kolportageschriftsteller, das gestürzte Nationalidol, der sich in fürchterlichen Justizpossen gegen seine Gegner aufarbeitet, erlebt einen späten Triumph: Eingeladen vom österreichischen Kaiserhof, erzählt der „Großmystiker“ vor Anhängern in Wien von seinen „Ideenparadiesen“. Unter seinen Zuhörern ein junger Asozialer namens Hitler. „Hart stoßen die Welten aufeinander, wenn gleich am Anfang die orientalisch-indisch mittelmeerische Szene in die Rückblende führt, in die Erinnerung an Kindheit und Erzgebirge-Armut, Dächer der Faust-Stadt mit Schnee darüber (eine Mischung aus historischem Geburtsort und Murnau-Reminiszenz).“ (Hans Jürgen Syberberg)
Eine Hommage an alte Kinozeiten, da Syberberg Schauspieler wie Kristina Söderbaum, Käthe Haack, Attila Hörbiger, Lil Dagover und Rudolf Prack, um nur einige zu nennen, für den Film verpflichtete.

Vorführung mit Pause.
Aus dem Werk von Hans Jürgen Syberberg
Gezeigt wird an drei Abenden die "Deutsche Trilogie" des 1935 geborenen Regisseurs aus Nossendorf bei Demmin.
Die Filme werden in Kooperation mit Lehrenden und Studierenden der Universität Rostock gezeigt, die Syberbergs Schaffen durch das Begleitseminar »Deutsche Mythen« würdigen und das anschließende Filmgespräch moderieren.