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In einer besseren Welt
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In einer besseren Welt

Regie: Susanne Bier, DK/Schweden 2010, 117 min, DF, FSK 12


Während Anton (Mikael Persbrandt) als Arzt in einem afrikanischen Flüchtlingslager um das Leben der Menschen kämpft, wird sein Sohn Elias in der Schule zu Hause in Dänemark von einer Bande älterer Jungen gemobbt. Dass Anton und seine Frau Marianne kurz vor der Scheidung stehen, macht das Leben des Jungen nicht leichter. Erst als Christian mit seinem Vater in die gleiche Kleinstadt zieht, verlässt Elias die Außenseiterposition. Denn sein neuer Freund scheut die Auseinandersetzung mit dem Stärkeren nicht und verteidigt Elias auch mit Gewalt gegen den Anführer der Bande. Doch auch Christian kämpft mit seinen eigenen Traumata. Erst vor kurzem hat er seine Mutter verloren, von seinem Vater Claus (Ulrich Thomsen) zieht er sich seither zurück. Als Anton, der zwischen Afrika und Dänemark pendelt, auf dem Spielplatz von einem anderen Vater geschlagen wird, ist für Christian das Maß voll. Und während Anton den Kindern seine pazifistische Einstellung näher zu bringen versucht, beweist der Junge mit allen Mitteln, dass Gewalt eben doch manchmal weiterführt. Gemeinsam mit Elias plant er einen Rachefeldzug, der tödlich enden könnte. Eine Vielzahl an Themen steckt in dem Film, ohne dass der rote Faden verlorengeht. Die moralische Grundfrage, die er stellt, ist: Wie behält man seine Integrität, wenn man dem Bösen gegenübersteht?
Golden Globe 2011 und Oscar 2011: Bester nicht-englischsprachiger Film