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Import/Export
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Import/Export

Regie: Ulrich Seidl, Österreich 2007, 135 min, OmU (Deutsch, Ukrainisch, Slowakisch), FSK 16


Es ist kalt und grau. Winterzeit. Die Menschen frieren. So ist es hier in Österreich. So ist es dort in der Ukraine. Zwei Welten, die einander immer mehr zu ähneln beginnen. Der Osten sieht aus wie der Westen, der Westen wie der Osten. In dieser Atmosphäre spielen zwei Geschichten, die auf den ersten Blick nichts miteinander zu tun haben. Die eine ist eine Import-Geschichte. Sie beginnt in der Ukraine und führt nach Österreich. Die andere ist eine Export-Geschichte, sie beginnt in Österreich und endet in der Ukraine. Die eine handelt von Olga, einer jungen Krankenschwester und Mutter. Die andere handelt von einem jungen arbeitslosen Österreicher, Pauli. Zwei Schicksale, die in entgegengesetzte Richtungen verlaufen. Beide suchen Arbeit, einen Neubeginn, eine Existenz, das Leben. Beide reisen in ein anderes Land und damit auch in dessen Abgründe. „Import/Export“ handelt von Sex, von Macht, von Ohnmacht, von Leben und Tod. Und auch davon, wie man einem ausgestopften Fuchs fachgerecht die Zähne putzt. „Ulrich Seidl richtet seine Kamera auf das, was man nicht unbedingt sehen will, aber so zwingend, dass man nicht wegschauen kann (...) ‚Import/Export’ ist ein Film, der eine donnernde Stille hinterließ." (Die Zeit)