Filmarchiv A-Z

Guelwaar
©

Guelwaar

Regie: Ousmane Sembène, Senegal 1992, 105 min, OmU (Französisch, Wolof)


Pierre Henri Thioune, besser bekannt unter dem Namen Guelwaar, ist tot. Die Trauergemeinde kommt zusammen, aber Guelwaars Leichnam ist verschwunden und er wurde bereits nach muslimischem Ritus bestattet. Doch Guelwaar war Katholik. Also wird die Polizei in die Verhandlungen um die Herausgabe der Leiche eingeschaltet.Während sich die Auseinandersetzung immer bedrohlicher zuspitzt, wird in Rückblenden die Vorgeschichte gezeigt: Guelwaar fiel einem Attentat zum Opfer, weil er in einer Rede die seit 30 Jahren andauernde Abhängigkeit von fremder Nahrungsmittelhilfe angeprangert hatte. Zugleich erhält das Ansehen des Volkshelden auch deutliche Risse. Seine Witwe beklagt ein Eheleben voller Vernachlässigung,falschem Stolz und Untreue... Ousmane Sembène hat mit »Guelwaar« einen ebenso poetischen wie kritischen Film realisiert, der bestimmte Formen der Entwicklungshilfe hinterfragt, dabei aber die gesellschaftlichen, politischen und religiösen Konflikte seines Landes ebenso pointiert darstellt.
In Zusammenarbeit mit der Gesellschaft für Solidarische Entwicklungszusammenarbeit e.V. Altersempfehlung: ab 14 J Am 21.3.2002 um 18.00 Uhr für Schüler Eintritt €2,-. Ausführliche Arbeitshilfen können für alle Filme zur Verfügung gestellt werden.