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Good bye, Lenin!
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Good bye, Lenin!

Regie: Wolfgang Becker, BRD 2003, 120 min, FSK 6


Berlin im Oktober ´89. Christiane Kerner (Katrin Saß), eine überzeugte Sozialistin und alleinerziehende Mutter, erfährt einen Herzinfarkt. Sie überlebt, erwacht aber erst nach acht Monaten aus dem Koma. Bekanntlich ist eine Zeit mit entscheidenden Veränderungen vergangen und so beschließt Sohn Alex (Daniel Brühl) auf Anraten des Arztes, die Mutter schonend in die Gegenwart zurück zu holen. Konkret heißt das, in Kerners Wohnung spielt man weiterhin DDR vom Gurkenglas bis zur Aktuellen Kamera. Dass sich Alex zusehends in seine „Aufgabe“ verrennt und der Mutter die Wahrheit schließlich doch nicht vorenthalten werden kann, ergibt sich aus dieser Konstellation fast von selbst. Regisseur Wolfgang Becker und seinem Autor Bernd Lichtenberg ist Erstaunliches gelungen. Sie halten ihre Geschichte in gelungener Balance zwischen Komik und Schmerz, schauen mit großer Freude am Detail in die Vergangenheit ohne den Osten romantisch zu verklären oder die Tragweite des Umbruchs für den Einzelnen aus dem Auge zu verlieren.