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Draußen bleiben
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Draußen bleiben

Regie: Alexander Riedel, BRD 2007, 84 min, FSK 12


Leben in der Ungewissheit, aber mit großem Selbstbewusstsein: Der Dokumentarfilm „Draußen bleiben“ beobachtet zwei junge Immigrantinnen in München. Valentina und Suli sind Freundinnen, dennoch herrscht zwischen ihnen oft ein rauer Ton. Besonders die Sechzehnjährige aus dem Kosovo deckt die ein Jahr ältere Uigurin gern mit Schimpfwörtern ein - aber das ist liebevoll gemeint. Seit sich die beiden vor fünf Jahren in einer Flüchtlingsunterkunft kennen gelernt haben, sind sie die besten Freundinnen. Mittlerweile leben sie mit Eltern und Geschwistern in München-Sendling, in der Nähe des Harras. Der Film beobachtet die beiden in ihrem Umfeld, beim Abhängen, beim Fußballspielen. Und wie sie sich der Kontrolle durch die Eltern oder auch, in Fall Sulis, des älteren Bruders entziehen. Hinter Valentinas toughem Auftreten, ihrer aggressiven Energie, werden dabei auch immer wieder Verletzlichkeiten sichtbar, gerade beim Fußballspiel werden schnell Grenzen überschritten und Äußerungen als Rassismus verstanden…
Am 27.3. um 19:00 Uhr anschließendes Filmgespräch mit dem Regisseur Alexander Riedel. Eine Veranstaltung im Rahmen der Antirassistischen Aktionswoche Rostock (https://systemausfall.org/antira/) in Kooperation mit der Heinrich-Böll-Stiftung M-V.