Filmarchiv A-Z

Kino – aber sicher


Ab 17.10. gilt im li.wu. die 3G-Regelung und die Maskenpflicht:

Erwachsene müssen einen Impfnachweis oder einen Negativ-Nachweis vorlegen.

Negative Schnelltests dürfen nicht älter als 24 Stunden sein und müssen professionell an einer Teststation durchgeführt worden sein. Selbsttests sind nicht zugelassen.

Vom Kinoeingang bis zum Platz sowie nach der Vorstellung vom Platz bis zum Verlassen des Kinos ist eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen.

Am Platz kann die Maske abgenommen werden.

Der Letzte der Ungerechten

Der Letzte der Ungerechten

Regie: Claude Lanzmann, Fkr./Österreich 2013, 220 min, DF (teilw. UT), noch keine FSK


Rom, 1975. Claude Lanzmann filmt Benjamin Murmelstein, den letzten Vorsitzenden des Judenrats aus dem Ghetto Theresienstadt und einzigen »Judenältesten« (der Terminologie der Nationalsozialisten zufolge), der nicht während des Krieges ermordet wurde. Nach dem Anschluss Österreichs an Deutschland 1938 kämpfte der Rabbiner Murmelstein sieben Jahre lang an der Seite Eichmanns gegen die Räumung des Ghettos. Gleichzeitig verhalf er
121.000 Juden erfolgreich zur Emigration.
2012. Mit 87 Jahren holt Claude Lanzmann die Gespräche mit Murmelstein wieder aus dem Archiv und inszeniert diese, indem er einerseits zeigt, dass die Zeit nicht spurlos an den beiden Männern vorübergegangen ist und andererseits die unfassbare Zeitlosigkeit der Orte hervorhebt. Er kehrt nach Theresienstadt zurück, die Stadt, die »Hitler den Juden gab«, dem
»Vorzeigeghetto«. Ein Lügenghetto, von Adolf Eichmann auserwählt, um die Welt zu täuschen. Der Film offenbart die außergewöhnliche Persönlichkeit von Benjamin
Murmelstein: ausgestattet mit einer faszinierenden Intelligenz, einem unumstößlichen Mut und einem unvergleichlichen Erinnerungsvermögen ist er ein großartiger Geschichtenerzähler: ironisch, sarkastisch und aufrichtig. Über die drei Epochen hinweg, von Nisko nach Theresienstadt und von Wien nach Rom, beleuchtet der Film wie nie zuvor die Entstehung der Endlösung, enthüllt das wahre Gesicht Eichmanns und entschleiert unverblümt die schwerwiegenden Widersprüche des Judenrats.
Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Jüdischen Gemeinde Rostock und der Gesellschaft für Gesundheit und Pädagogik (GGP) mbH. Mit einer Einführung von Janin Zingelmann, Judaistin aus Berlin. Anschließende Einladung zum Gespräch mit ihr, Yuriy Kadnykov (Rabbiner der Jüdischen Gemeinden Rostock und Schwerin) und Juri Rosov (Vorsitzender der Jüdischen Gemeinde Rostock) bei einem kleinen Buffet und Getränken.


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