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Mr. Turner – Meister des Lichts

Mr. Turner – Meister des Lichts
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Mr. Turner – Meister des Lichts

Regie: Mike Leigh, GB 2014, 149 min, DF und OmU (Engl.), FSK 6


Er zählt zu den besten und mittlerweile teuersten Malern der Welt. Als der fleißige Joseph Mallord William Turner anno 1851 mit 76 Jahren starb, hinterließ er mehr als 20.000 Werke. Dramatische Naturszenen, Schiffe und Wasser gehörten zu den Leitmotiven dieses Vorläufers des Impressionismus. Über das private Leben des genialen Künstlers ist wenig bekannt. Doch der Regisseur Mike Leigh hat intensiv recherchiert – und sich für die fehlenden Puzzlestücke die künstlerische Freiheit genommen. Erzählt wird von den letzten 25 Jahren des Meisters. Um seine frühere Geliebte und die gemeinsamen beiden Töchtern kümmert sich Turner nicht, selbst die Beerdigung seiner Enkelin versäumt er emotionslos. Umso enger der Kontakt zum Vater, mit dem ihn ein höchst freundschaftliches Verhältnis verbindet. Als er sich auf Motivsuche unter falschem Namen in einer kleinen Pension einmietet, findet der wortkarge Maler, der sich oft nur mit Grunzlauten äußert, in der verwitweten Vermieterin seine späte große Liebe. Zugleich zeichnet der Film, mit leichtem Federstrich ganz nebenbei, ein Sittenbild jener Zeit mit hoher Säuglingssterblichkeit und den Vorboten der industriellen Revolution. Dampfschiffe lösen die Segler ab. Und mit dem Photoapparat lassen sich ganz neue Bilder herstellen, wie der verdutzte Maler begeistert am eigenen Porträt feststellt. Mit authentischer Ausstattung und gelungener Musik sowie einem überragenden Hauptdarsteller Timothy Spall ein wunderbarer, gelungener Film. Goldene Palme als Bester Schauspieler für Timothy Spall beim Filmfestival Cannes 2014