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Lichter
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Lichter

Regie: Hans-Christian Schmid, BRD 2003, 105 min, FSK 12


Zwei Tage führt dieser Film an die Oder zwischen Frankfurt und dem polnischen Słubice. Der Fluss ist hier nicht nur Grenze, er trennt auch Welten voneinander. Fast alle Geschichten laufen bei einer Gruppe Ukrainer zusammen, die hier illegal in den Westen gelangen will. Sonja, die deutsche Dolmetscherin, wird Kolja helfen. Auch der polnische Taxifahrer Antoni versucht, Anna und Dimiti über die Grenze zu bringen, da er dringend Geld für das Konfirmationskleid seiner Tochter braucht. Der halbwüchsige Andreas ist erstmals verliebt, von zu Hause abgehauen arbeitet er in einem Schmugglerring. Der Unternehmer Ingo geht mit seinem Matratzen-Discount Pleite. Und schließlich Philip, der junge Architekt, muss bei der Grundsteinlegung seines ersten Projektes einige herbe Erkenntnisse über sich und das Berufsleben sammeln. Es sind fast alltägliche Dinge, die „Lichter“ auf eine fesselnde Weise zu zeigen vermag. Wenige Worte, Gesten, Situationen genügen Regisseur Hans-Christian Schmid, um seine Figuren und ihre Gefühle genau zu beschreiben. In dem er den Geschichten weder ein seichtes Happyend beschert, noch sie in tragische Dramatik rutschen lässt, schafft er jenen Eindruck beim Zuschauer, das diese Menschen etwas mit der eigenen Wirklichkeit zu tun haben.