Chinesisches Roulette
Regie: Rainer Werner Fassbinder, BRD/Fkr. 1976, 86 min

Zufällig begegnen sich zwei Ehepartner in Begleitung ihrer jeweiligen Geliebten auf dem gemeinsamen Landsitz. Gepflegt wird das Anwesen von einer unterwürfigen aber intriganten Haushälterin. Schließlich trifft auch noch die gehbehinderte Tochter des Paares ein, und diese nutzt die Situation geschickt, um mit gezielten Provokationen und subtilen Verletzungen die gespannte Atmosphäre auf die Spitze zu treiben. "Chinesisches Roulette" ist ein bis ins kleinste szenische Detail durchkomponiertes Kammerspiel. Wie in ihren Lebenslügen sind die Figuren in den kunstvollen Bildern und ihren fast choreographiert wirkenden Bewegungen gefangen. "Wenn die Kamera sich sehr lange um etwas Totes bewegt, dann wird das Tote als tot erkennbar, und dann wird die Sehnsucht nach etwas Lebendigem entstehen können?" (R.W. Fassbinder)

Retrospektive Rainer Werner Fassbinder