Das jüngste Gewitter

Das jüngste Gewitter
Regie: Roy Andersson, Schweden 2007, 89 min, OmU (Schwedisch), FSK 6

Eine stark geschminkte Frau auf einer Parkbank, die sich bei einem Heavy-Metal-Freak darüber beschwert, dass keiner sie versteht. Eine Grundschullehrerin und ein Teppichverkäufer, die nach ihrem Ehestreit an den jeweiligen Arbeitsplätzen in Tränen ausbrechen. Ein Familienvater, der bei einer Feier kostbares Porzellan zerbricht und dafür zum Tode auf dem elektrischen Stuhl verurteilt wird. 50 solcher „Tableaus“ hat der schwedische Regisseur Roy Andersson für seinen neuen Film entworfen, um die Ängste und Sorgen des menschlichen Zusammenlebens auf seine unnachahmliche Art darzustellen. Wie zuletzt in „Songs from the Second Floor“ (2000) schwanken Anderssons Alltagsszenen dabei zwischen Realismus und Groteske und gewinnen durch ihre stilisierte Inszenierung und die seltsamen Pastellfarben einen stark surrealistischen Zug. Dabei wird dem Ensemble trauriger Verlierer auch eine sehr spezielle absurde Komik mit auf den Weg gegeben, so dass sie trotz allen Elends niemals ganz zu fallen drohen.