Control

Control
Regie: Anton Corbijn, GB 2007, 121 min, OmU (Englisch), FSK 12

Ian Curtis ist 19 Jahre alt, als er Debbie kennen lernt. Wenig später sind sie verheiratet und bekommen eine Tochter. Curtis stößt als Sänger zu der Band „Joy Division“, die er mit seiner ominösen Stimme und dem düsteren Charisma schnell zum Geheimtipp auch außerhalb seiner Heimatstadt Manchester macht. Doch er kommt mit der Aussicht auf schnellen Ruhm nicht zurecht. Eine Affäre mit der Journalistin Annik beschleunigt das Ende seiner Ehe und verstärkt seine Schuldgefühle. Epileptische Anfälle und eine schwere Depression lassen Curtis’ Abstieg in seine persönliche Hölle eskalieren. Am Abend vor der ersten Amerika-Tournee nimmt er sich das Leben. Trotz der kurzen Karriere ist der Einfluss von „Joy Division“ kaum zu überschätzen, Ian Curtis wurde zu einem Idol für zahllose Fans. Regisseur Anton Corbijn, einer der wichtigen Fotografen der Musikszene, hatte selbst mit „Joy Division“ gearbeitet. Basierend auf den Erinnerungen von Ehefrau Debbie hat er sich in seinem ersten Spielfilm dem Leben Ian Curtis’ angenähert. Seine grobkörnigen Schwarzweißbilder fangen dabei eher die Atmosphäre der Zeit ein, als dass sie sich in Spekulationen und Psychologisierungen ergehen. Und obwohl „Control“ natürlich auf die Musik von „Joy Division“ setzt, bleibt der Film keinesfalls nur ein Erlebnis für New-Wave-Fans. „Corbijns Chronik ... ist alles andere als spektakulär, doch gerade deswegen geht sie einem nahe.“ (epd film)