Charlotte Rampling – The Look

Charlotte Rampling – The Look
Regie: Angelina Maccarone, Fkr./BRD 2011, 97 min, OmU (Englisch), FSK 12

Der Dokumentarfilm besteht neun Kapiteln, acht davon sind Begegnungen und Gespräche der Schauspielerin mit Menschen, die Rampling nahe stehen. Jedes der Gespräche kreist dabei um ein einziges Thema. So spricht sie mit dem Fotografen Peter Lindbergh über „Exposure“, mit dem Schriftsteller Paul Auster über das Altern, mit dem Fotografen Jürgen Teller über Tabus. In jedes der Gespräche werden Ausschnitte aus einem einzigen Film eingefügt, auf den das Gespräch zeitweilig Bezug nimmt. In Viscontis „Die Verdammten“ (1969) spielte Rampling eine Figur, die zehn Jahre älter war als sie selbst (Stichwort: Alter), in François Ozons „Unter dem Sand“ (2000) eine Frau, die mit dem Tod ihres Mannes klarkommen muss (Tod), in Nagisa Oshimas „Max mon amour“ (1986) eine, die sich einen Schimpansen als Liebhaber nimmt (Liebe), ihr Auftritt in Liliana Cavanis „Der Nachtportier“ (1974) als KZ-Insassin, die Jahre später eine Affäre mit ihrem Peiniger beginnt, rührte an Tabus und brachte ihr zahlreiche Anfeindungen ein. „Charlotte Rampling – The Look“ ist ein sehr dichter Film geworden, der ebenso klug ist wie anregend.