Carlos – Der Schakal

Carlos – Der Schakal
Regie: Olivier Assayas, Fkr./BRD 2010, OmU (Span., Arab., Engl., Franz., Dt.), 187 min, FSK 16

Sein Name ist Ilich Ramírez Sánchez, doch die Welt kennt ihn als Carlos. 1975 verantwortet er den Anschlag auf das OPEC-Hauptquartier in Wien, in den Jahren darauf zeigt er sich als kaltblütiger Mörder und effizienter Manager organisierter Gewalt. Er wird zum meistgesuchten Terroristen der Welt. Immer wieder taucht er unter, verprasst sein Vermögen in Luxushotels, macht sich Frauen hörig und lässt seine Kontakte zu den Geheimdiensten in Ost und West spielen. Mit den Jahren verlassen ihn jedoch sein sicheres Gespür und seine Energie - und schließlich auch seine treuen Partner und Unterstützer, die ihn nun als blutbesudeltes Relikt des Kalten Krieges möglichst unauffällig loswerden wollen. „Die Genialität von Assayas besteht darin, wie er es schafft, mit Geschwindigkeit, Schießszenen, Verfolgungsjagden, harten Popsongs, mit jener Bildsprache also, die üblicherweise der Mythenbildung dient, das genaue Gegenteil zu betreiben: die gründlichste Sabotage terroristischer Mythen, die sich denken lässt.“ (Die Welt)
Fürs Kino gekürzte Fassung des fünfeinhalbstündigen französischen TV-Dreiteilers.