Autobahn Ost

Autobahn Ost
Regie: Gerd Kroske, BRD 2004, 95 min, keine FSK

Die Konzeption und der Bau des ostdeutschen Autobahnnetzes beginnt mit den Reichsautobahnen in den 30er Jahren. Nach dem Krieg war das Verkehrsnetz ein Gradmesser für deutsch-deutsche Pragmatik, so kommt es in den 60er Jahren zum gemeinschaftlichen Wiederaufbau der Hirschberger Saalebrücke. In der DDR neu geplante Strecken (z.B. Berlin-Rostock und Leipzig-Dresden) wurden aufgrund des Mauerbaus, fehlender Baumaterialien und überzogener Jahrespläne erst Jahre später realisiert. Nach der Wende kommt es neben umfangreichen Modernisierungen auch zum Abriss alter Grenzübergänge. Regisseur Gerd Kroske beleuchtet in seiner Dokumentation Geschichte und Alltag dieses „Bauwerkes“ insbesondere in der Nachkriegszeit: Angehörige der Baukombinate, Autobahnmeistereien, der Volkspolizei und des Zolls kommen ebenso zu Wort wie ein „Grenzverletzer“. Deren anekdotenreiche Erzählungen werden kontrastiert mit historischen, teilweise bisher unveröffentlichten Bild- und Tondokumenten (z.B. Schulungsmaterial der Volkspolizei oder Funkprotokolle von Observationen) und Aufnahmen des heutigen Straßenbildes. So erreicht der Film eine facettenreiche Darstellung des ostdeutschen Autobahnnetzes und der deutschen Geschichte.

Am 18.01. um 20:00 in Anwesenheit von Regisseur Gerd Kroske.