Atanarjuat

Atanarjuat
Regie: Zacharias Kunuk, Kanada 2000, 172 min, OmU (Inuktitut), FSK 12

Ein kleines Dorf in der kanadischen Arktis zu Beginn des 1. Jahrtausends. Ein Nomadenstamm der Inuit wird durch einen unbekannten Schamanen mit einem Fluch belegt, der das harmonische Gleichgewicht der Gemeinschaft zerstört: Eifersucht, Hass, Rache und Machtgier regieren fortan das Zusammenleben der Inuits. Die beiden Brüder Amaqjuaq, der Starke, und Atanarjuat, der schnelle Läufer, erfahren zwei Jahrzehnte später am eigenen Leib, welche Macht von dem Fluch ausgeht. Als sich Atanarjuat in die hübsche Atuat verliebt, die dem Sohn des Häuptlings Oki versprochen ist, schwört Oki Rache. Eines nachts überfällt er die beiden Brüder und ermordet Amaqjuaq. Atanarjuat kann wie durch ein Wunder dem Gemetzel entfliehen und entkommt über das Eis. Nun wird er sich endgültig dem Fluch stellen müssen. Der erste kanadische Spielfilm, der von Inuits geschrieben, produziert, inszeniert und verkörpert wurde, nimmt sich einer überlieferten Legende dieses Volkes an, die eine universelle Geschichte vor der Kulisse der gewaltigen arktischen Landschaft erzählt.

Goldene Kamera in Cannes 2001