Annas Sommer

Annas Sommer
Regie: Jeannine Meerapfel, BRD/Griechenland/Spanien 2001, 107 min, OmU (Griechisch, Spanisch, Englisch u.a.)

Anna (Angela Molina) verbringt den Sommer auf einer griechischen Insel, in dem Landhaus, das sie vor kurzem geerbt hat. Sie möchte das Anwesen verkaufen, doch fast wie Geister erstehen die Personen der Vergangenheit und mischen sich in ihre Gedanken. Da ist Leon, der Vater, Sohn einer griechisch-jüdischen Familie, der vor den Nazis flieht. Malena, die Mutter, die Leon im Londoner Exil kennenlernt und in deren spanischer Heimat Anna aufgewachsen ist. Und Max, Annas Liebe und Ehemann aus Berlin, der erst im letzten Jahr starb. Trotz der Erinnerungen nimmt sie die sinnliche Gegenwart der Insel wahr: Schwimmen, Kochen, Wiedersehen mit der Freundin aus Kindertagen. Und schließlich gibt es noch Nikola, den jungen Mann, der sich in Anna verliebt und die Insel in Richtung Großstadt verlassen möchte. „Annas Sommer“ ist eine filmische Reise durch die Zeit, die vom Versuch einer reifen Frau erzählt, ihr Leben neu zu ordnen, einen Haltepunkt zu finden. Und zu all den Ereignissen der Vergangenheit bilden das Meer und die sommerliche Insel den ruhigen, gelassenen Gegenpol, ohne jemals zu pittoresker Romantik zu werden.