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Leto

li.wu.-Programm im November


veröffentlicht: 05.11. 2018
Schlagwörter: Monatsprogramm Sonderveranstaltungen


Liebe Kinofreunde,

die Sektflaschen sind geleert, die Kurzfilme präsentiert, das Quiz entknobelt und das Konfetti aufgefegt. Auf diesem Wege möchten wir uns bei allen Gratulanten, Mitfeiernden, Schenkenden und uns auf anderen Wegen Verbundenen bedanken! Müdigkeit bei der Planung stellt sich nach so einem Höhepunkt allerdings nicht ein, denn auch der November hat es wieder in sich mit jeder Menge Filmen und Sonderveranstaltungen.

Film des Monats

leto

»Leto«, ist nicht nur Film, sondern Gefühl, Eindruck einer Zeit kurz vor der Perestroika. Es ist ein Leningrader Sommer Anfang der 1980er Jahre, in dem sich junge Menschen treffen, die der Geschichte der Rockmusik der Sowjetunion ihre ganz eigene Prägung geben werden. Inspiriert von der legendären russischen Rockband Kino zeichnet Regisseur Kirill Serebrennikow ein mitreißendes und leichtfüßiges Zeitbild einer Jugend zwischen Rebellion und dem Leben unter Zensur. Der Film ist ab 08. November bei uns in der FRIEDA 23 zu sehen.


Sonderveranstaltungen

seestuck

Den prächtig bebilderten Dokumentarfilm »Seestück« gibt es in einer Sondervorstellung am Mittwoch, 14. November, um 18:30 Uhr in der Kleinen Komödie in Warnemünde zu sehen. Anschließend gibt es ein Filmgespräch, bei dem Regisseur Volker Koepp sowie Prof. Ulrich Bathmann, Direktor des Leibniz-Instituts für Ostseeforschung Warnemünde (IOW) anwesend sein werden.
(Für diese Veranstaltung ist nur Reservierung möglich.)

projekt antarktis

»Macht doch lieber was Vernünftiges!« bekamen drei junge Männer des Öfteren zu hören. Und so begannen sie einfach ohne Produktionsfirma oder Verleih einen Kinofilm zu drehen! Diesen Film namens »Projekt: Antarktis« gibt es am Sonntag, 18. November, um 19 Uhr bei uns in der FRIEDA 23 zu entdecken. Anschließend stehen die drei Filmemacher Tim David Müller-Zitzke, Michael Ginzburg und Dennis Vogt für Fragen und zum Gespräch bereit.

das schweigen800

Große Proteste rief bei seinem Erscheinen 1963/1964 der Film »Das Schweigen« hervor. Zu freizügig, zu sehr Tabubruch sei das auf der Leinwand zu sehende. Als dritten Beitrag unserer Ingmar-Bergman-Retrospektive blicken wir nun auf diesen Skandalfilm und darauf, was das Werk auch über 55 Jahre nach seinem Erscheinen noch in uns auszulösen vermag. Am Dienstag, 20. November, um 17:15 Uhr ist der Film in der deutschen Fassung zu sehen. Tags darauf, am Mittwoch, 21. November, um 20 Uhr gibt es die schwedische Originalfassung mit Untertiteln zu sehen. Die Vorführungen finden in der FRIEDA 23 statt. Vorher gibt es eine kurze Einführung.

tage des indigenen films

Das letzte Novemberwochenende (Freitag, 23. bis Sonntag, 25. November) steht in der FRIEDA 23 im Zeichen der »Tage des indigenen Films 2018«. Neben Vorträgen und Workshops gibt es verschiedene Spiel- und Dokumentarfilme zu sehen, die sich mit dem Leben indigener Bevölkerungsgruppen auseinandersetzen. Bei allen Vorführungen wird ein anschließendes Filmgespräch angeboten.

arthur und claire

Im Dienstagskino in der Kleinen Komödie in Warnemünde zeigen wir am Dienstag, 6. November, um 17:30 und 20 Uhr eine Theaterverfilmung: In »Arthur & Claire« gibt Josef Hader einen grantelig-verbitterten Mann, der genauso des Lebens überdrüssig ist wie Hanna Hoekstras junge Frau. Als beide in einem Hotel aufeinandertreffen, geht das Schicksal mit ihnen ganz eigene tragikomische Wege.


Das November-Programm

runde1

In der ersten Woche starten wir bunt gemischt. Wir präsentieren die Verfilmung von Robert Seethalers gleichnamigen Roman »Der Trafikant«, der im Wien des Jahre 1938 spielt und unter anderem mit Bruno Ganz in der Rolle des Sigmund Freud hochkarätig besetzt ist. Spaßig-unterhaltsam ist der Film »Wir sind Champions«, bei dem es um ein ganz besonderes Basketball-Team geht, welches mit Witz und Herz punktet. Wieder im Programm ist »Mackie Messer«, welcher die Geschichte der Entstehung eines Dreigroschen-Film von Brecht selbst fiktiv erzählt. Düster und abgründig wird es schließlich mit »Mandy«, in welchem Nicolas Cage nicht nur eine Tour de force erlebt, sondern auch entfesselt aufspielen darf.

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Die Filme der zweiten Spielwoche (ab Donnerstag, 08. November) lassen sich mit den Schlagwörtern Freiheit, Widerstand und Kreativität beschreiben. Wie bereits oben beschrieben, skizziert »Leto« die befreiende Kraft der Musik trotz staatlicher Vorgaben. In »#Female Pleasure« werden Frauen porträtiert, die sich für selbstbestimmtes Leben und Gleichberechtigung einsetzen - mal mit Mut, immer aber mit Lebensfreude. Jede Menge Kreativität ist auch in »Das schönste Mädchen der Welt« gefordert, will Protagonist Cyril seiner Angebeteten nahe sein. Die jugendlich-frische Variante von Cyrano de Bergerac weiß mit sympathischen Darstellern, Lockerheit und schönen Liedtexten zu überzeugen. Auf die völlige Freiheit trifft Armin in »In My Room«. Denn eines Tages scheinen sämtliche Bewohner des Planeten wie vom Erdboden verschluckt und der nun einsamste Mensch der Welt steht auch vor der Frage, wie er weiter existieren soll.

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Spielwoche numero drei (ab Donnerstag, 15. November) wartet mit drei verschiedenen Filmen auf. Da wäre die romantische Komödie »Juliet, Naked« - nach About a Boy und High Fidelity wieder ein Verfilmung eines Nick Hornby-Werkes - welche mit britischem Humor von den verschlungenen Pfaden der Liebe erzählt. Auf manch irrig scheinenden Pfaden muss auch Psychotherapeut Max in »Was uns nicht umbringt« gemeinsam mit seinen PatientInnen wandeln, die neben Neurosen und Ticks manchmal auch einfach nur Menschen sind. Und dann ist da noch der dänische Anwärter für den Oscar: »The Guilty« ist ein packendes Kammerspiel, in dem ein Polizist einen Anruf entgegennimmt und schnell bemerkt, dass die Anruferin entführt worden ist. Doch kann er sie retten?

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Ein ganz bemerkenswerter Film ist Regisseurin Eva Trobisch mit »Alles ist gut« gelungen. Darin geht es um eine Vergewaltigung und dem sich anschließenden Umgang damit. Dies geschieht ohne Effekthascherei oder künstlich aufgeplusterte Moral mit der Keule, sondern nah an den Charakteren, authentisch. Einen ganz anderen Schwerpunkt setzt dagegen das Ensemble-Stück »Bad Times at the El Royale«, welchen wir ausschließlich in der englischen Originalversion mit Untertiteln zeigen. In dem Film treffen diverse zwielichtige Gestalten in einem Zwei-Staaten-Hotel aufeinander und Regisseur Drew Goddard verwebt die Geschichten der Charaktere geschickt miteinander.


Wunderlinchen

runde5wunderlinchen

Für die Kleinsten und Kleinen hat das Wunderlinchen im November zwei frische Versionen von bekannten Klassikern im Angebot. Da ist »Das doppelte Lottchen« wieder unterwegs um den Eltern mal gehörig die Köpfe zu verdrehen. Und in »Der kleine Spirou« geht der aus den Comics bekannte junge Hotelpage seinen kleinen und großen Abenteuern nach.

Tickets für unsere Veranstaltungen können an unseren Kassen vor Ort gekauft werden. Oder sie nutzen die Möglichkeit des Online-Ticketing (inkl. VVK-Gebühr).

Euch und ihnen wünschen wir magische Kinomomente, interessante Diskussionen und unvergessliche Filmerlebnisse in unseren Sälen im Metropol und der FRIEDA 23!

Das nordisch-novemberfrohe li.wu.-Team


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