Osama

Osama
Regie: Siddig Barmak, Afghanistan/Japan/Irland 2003, 83 min, DF, FSK 12, empf. ab 14 J

Unter den Taliban ist Gesetz, dass sich Frauen nur in Begleitung einer männlichen Person in der Öffentlichkeit bewegen dürfen. Ihrer Arbeit als Ärztin kann die Witwe nicht mehr nachgehen, sind doch alle Männer der Familie im Krieg getötet worden. Fortan muss die 12jährige Tochter als Junge getarnt mit dem Namen „Osama“ für den Unterhalt der Familie sorgen. Als dies entdeckt und sie in ein Ausbildungslager für Korankrieger gebracht wird, beginnt der Spießrutenlauf durch eine männerdominierte, religiös-fanatische Welt. Das Mädchen kommt vor Sharia-Gericht, doch sie wird nicht mit dem Tod bestraft, sondern mit einem alten Mann, dem Mullah, verheiratet. In der Hochzeitsnacht schenkt er ihr ein großes, schön gearbeitetes Vorhängeschloss. (IKF) In seiner poetischen Sprache macht der Film den physischen und psychischen Terror spürbar, dem vor allem Frauen unter dem extremistischen Regime ausgesetzt sind.

Tage des entwicklungspolitischen Films

Informationsmaterial: www.lernort-kino.de oder im li.wu.

Vom 04.10. bis 06.10. mit anschließendem Filmgespräch.