Einer nach dem anderen

Einer nach dem anderen
Regie: Hans Petter Moland, Norw./Schweden/Dänem. 2014, 114 min, DF und OmU (Norweg.), FSK 16

Die Schneeräumung ist eine verantwortungsvolle Tätigkeit, der Nils Dickman (Stellan Skarsgård) so zuverlässig nachgeht, dass er zum Bürger des Jahres gewählt wird. Doch als sein Sohn zufällig Opfer einer Verwechslung der Mafia wird, gerät der beste Bürger in einen ausschweifenden Drogenkrieg. Der Film beginnt wie ein Sozialdrama, um dann bald Fahrt aufzunehmen, wenn Nils mit stoischer Ruhe auf dem Weg zum Kopf der Drogenbande eine Blutspur hinterlässt. Das ist der Graf (ganz großartig gespielt von Pal Sverre Hagen), ein junger Mann, der das Geschäft von seinem Vater geerbt hat, und mit einer Mischung aus Unfähigkeit und Arroganz versucht, die Kontrolle zu behalten. Wenn dann noch Bruno Ganz als wortkarger Papa einer serbischen Bande ins Spiel kommt, deren Mitglieder gerne durch den Schnee toben und von den heimeligen Zuständen in norwegischen Gefängnissen schwärmen, ist „Einer nach dem Anderen“ längst eine ganz, ganz schwarze Komödie geworden.